Therapieformen

Der Patient bestimmt selbst in gewisser Weise sein Regenerationspotential. Dies ist abhängig von der Schädigung, seinem Alter, Belastbarkeit und das Vorhandensein von Risikofaktoren. Hier ist die Hilfe von Angehörigen, Nachbarn und Bekannten nötig um den Zustand und die Gewohnheiten des Patienten vor der Schädel-Hirn-Verletzung zu erfassen.

Kenntnisse von folgenden Risikofaktoren sind wichtig um eine adäquate Behandlung einzuleiten.

  • Vererbung, Familie
  • Bluthochdruck
  • Cholesterin-Probleme
  • Diabetes Melletus
  • Herzprobleme
  • Lebensstil: Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Stress, Bewegungsarmut etc.


Herr Kiens
www.kiens.de

Ergotherapie

Hier werden vor allem Erkrankungen des zentralen Nervensystems z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Tumore mit den damit verbundenen Einschränkungen behandelt.

Ziele der Ergotherapie:

  • Hemmmung und Abbau krankhafter Haltungs- und Bewegungsmuster sowie Anbahnen normaler Bewegungen
  • Entwicklung und Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas
  • Verbesserung der zentral bedingten Störungen von Grob- und Feinmotorik, einschließlich der Gleichgewichtsfunktion
  • Verbesserung von neuropsychologischen Defiziten und Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese-Sinn-Verständnis, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen
  • Erlernen von Ersatzfunktionen
  • Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick, auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit( Busfahrtraining, Rolltreppen benutzen, Einkaufstraining, PC bedienen, Körperpflege etc.)
  • Wohnraumanpassungen

Verschiedene Konzepte, Modelle und Techniken, die in der Behandlung zum Einsatz kommen können, beispielsweise

  • Affolter- Modell
  • Bobathkonzept
  • Johnstone/Uriasschienen
  • Perfetti
  • Taubsche Trainingstherapie
  • PNF
  • Spiegeltherapie


Michaela Hantke
www.ergotherapie-hantke.de

Logopädie

Als Folge einer erworbenen Hirnschädigung (Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumor, etc.) können auch Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen auftreten.

Das Verstehen, das Sprechen und die Verständlichkeit, das Lesen und Schreiben, die Stimme und/oder das Schlucken können beeinträchtigt sein.

 

S P R A C H E

Menschen, die durch eine Hirnschädigung ihre Sprache verlieren, können sich nicht mehr oder nur erschwert über die einfachsten, grundlegendsten Bedürfnisse verständigen. Durch unzureichende  Kommunikationsmöglichkeiten entstehen Missverständnisse und Konfliktsituationen in Familie und Alltag und der Kontakt zu Außenwelt und Gesellschaft fällt schwer. Die Betroffenen werden abhängig, verlieren Selbständigkeit und Selbstbestimmung. Auch für berufliche Anforderungen sind Sprache, Sprechen, Stimme und Schriftsprache oft Grundvoraussetzungen. Wenn sie nicht mehr wie bisher automatisch und selbstverständlich zur Verfügung stehen, werden viele alltägliche Arbeitsschritte komplizierter und brauchen mehr Zeit, Anstrengung und Konzentration.

 

S C H L U C K E N

Menschen, die durch eine Hirnschädigung in ihrer Schluckfunktion eingeschränkt sind, können nur schwer oder nicht mehr essen und trinken. Das bedeutet nicht nur eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität, sondern kann auch lebensbedrohlich werden. Beim Verschlucken können Teile von Nahrung und/oder Flüssigkeit in Luftröhre und Lunge gelangen und Erstickungsanfälle oder gefährliche Lungenentzündungen verursachen. Zudem besteht die Gefahr von  Mangelernährung/Unterernährung und/oder Austrocknung.

 

In der L O G O P Ä D I  E werden neurogene Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen behandelt.

Ziel ist es, eine individuell zufriedenstellende Kommunikationsfähigkeit für den Betroffenen bzw. eine weitgehend normale Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme zu erreichen.

Anja Herrler-Winter

www.herrler-winter.de

Pflegeüberleitung

Die Entlassung aus der stationären Behandlung stellt den Patienten und seine Angehörigen oft vor eine schwierige Situation.

  • Die Pflegeüberleitung umfasst alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um eine           umfassende Weiterversorgung nach dem Klinikaufenthalt zu gewährleisten.


Wir sind ein Team von vier Pflegekräften und wir helfen durch Beratung und Organisation von:

  • Beratung und Unterstützung bei Fragen und Antragstellung der Pflegeversicherung.
  • Auswahl und Organisation von Pflegehilfsmitteln.
  • Hilfe und Beratung bei der Suche nach Altenheimen oder Kurzzeitpflegeplätzen.
  • Zusammenarbeit mit externen Homecare-Diensten: (z. Wund-Stomaversorgung, PEG-Versorgung)
  • Wenn nötig Information ihres Hausarztes über die bevorstehende Entlassung.
  • Kontaktaufnahme und Weitervermittlung von amb. Pflegediensten.
  • Information über Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen.
  • Auskunft über Angebote der hauswirtschaftlichen Versorgung.
  • Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Sozialdienst (Rehaanträge).
  • Information und Beratung über Betreuungsanträge oder Vorsorgevollmachten.


Wir sind tel. erreichbar
Mo. ? Fr. von 09.00 Uhr ? 15.00 Uhr im Klinikum Ansbach
Tel. (09 81) 4 84 - 3 23 33


Fr. Büchner

 

Die Entlassung aus der stationären Behandlung stellt den Patienten und seine Angehörigen oft vor eine schwierige Situation.

 

- Die Pflegeüberleitung umfasst alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um eine   umfassende Weiterversorgung nach dem Klinikaufenthalt zu gewährleisten.

 

Wir sind ein Team von vier Pflegekräften und wir helfen durch Beratung und Organisation von:

 

- Beratung und Unterstützung bei Fragen und Antragstellung der Pflegeversicherung.

 

- Auswahl und Organisation von Pflegehilfsmitteln.

 

- Hilfe und Beratung bei der Suche nach Altenheimen oder Kurzzeitpflegeplätzen.

 

- Zusammenarbeit mit externen Homecare-Diensten: (z. Wund-Stomaversorgung, PEG-Versorgung)

 

- Wenn nötig Information ihres Hausarztes über die bevorstehende Entlassung.

 

- Kontaktaufnahme und Weitervermittlung von amb. Pflegediensten.

 

- Information über Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen.

 

- Auskunft über Angebote der hauswirtschaftlichen Versorgung.

 

- Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Sozialdienst (Rehaanträge).

 

- Information und Beratung über Betreuungsanträge oder Vorsorgevollmachten.

 

 

Wir sind tel. erreichbar Mo. ? Fr. von 9 Uhr ? 15 Uhr im Klinikum Ansbach

Tel. Nr. 0981/484 32333

 

Geschrieben von Fr. Büchner

Physiotherapie / Krankengymnastik

Physiotherapie ist bei der Behandlung von Cerebralparesen, Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata, Zustand nach Hirntumore, Multipler Sklerose (MS), M. Parkinson, Poliomyelitis, Querschnittlähmungen ein wichtiger Baustein um motorische Fähigkeiten wieder zu erlangen oder  zu behalten.
Die moderne Rehabilitation geht davon aus, dass das Wiedererlernen von Funktionen und Fähigkeiten ein Leben lang möglich ist. Das Hirn besitzt eine einzigartige Plastizität und ist immer lernfähig.

Lähmungserscheinungen oder Spastik auf Grund einer Hirnverletzung sind jederzeit behandelbar.  Die spezialisierte physiotherapeutische Behandlung für neurologische Krankheitsbilder heißt Krankengymnastik ZNS.

Die  Krankengymnastik ZNS nach Bobath, PNF oder Voita erschliesst sich aus der normalen motorischen Entwicklung . Liegen, drehen, aufsitzen, sitzen, aufstehen, stehen und gehen sind die Alltagsfunktionen die die Grundlage einer neurologischen Physiotherapie formen.
In der Therapie ist z.B. die Stabilität des Rumpfes die Voraussetzung um das Gleichgewicht im Stehen zu erlangen. Die Balance der Muskulatur ermöglicht das Gehen und schafft die Grundlage für funktionelles Training der Alltagsverrichtungen. Üben der Wahrnehmung verbessert die Geschicklichkeit oder ermöglicht das Wiederbenutzenkönnen der betroffene Seite.

Nicht zu vernachlässigen ist die Wechselwirkung die Physiotherapie mit Logopädie und Ergotherapie, wenn die verschiedenen Therapien zusammen arbeiten, ist das Resultat besser als die Summe der Einzeltherapien. Dies ist ein grundlegender Netzwerkgedanke.

Herr Kiens
www.kiens.de

Neuropsychologie

Neuropsychologie stellt eine anerkannte Therapierichtung dar, auf der Grundlage von medizinisch-neurologischem Wissen  UND  psychotherapeutisch fundiertem Verstehen und Handeln.

Die Gebiete der Hilfestellungen ergeben sich über die Notwendigkeit der umfassenden Unterstützung von Menschen nach Schädel-Hirn-Traumen, Krankheiten und Störungen des Gehirns, wie auch durch sonstige Veränderungen und Beeinträchtigungen.

Die Themengebiete der Therapie richten sich nach erfolgter Diagnose und Abtestung der kognitiven Bereiche (Konzentration,  Denken, Gedächtnis, Räumliches Vorstellungsvermögen, visuelle Wahrnehmung, berufliche Fertigkeiten, möglicherweise (Wieder-) Erlernen von sozialen Fertigkeiten  etc..)  und schließen die seelischen Verarbeitungen dieser Veränderungen mit ein. Ziel ist eine umfangreiche Förderung des Leistungs- wie auch Persönlichkeitsbereichs zur ?Maximalen Teilhabe am Leben?.

Dieses kann auch eine therapeutische  Begleitung ?zurück in den Arbeitsprozess? bedeuten. Es kann auch eine Verbesserung der allgemeinen Lebenssituation und Lebensbefindlichkeit sein. Hilfestellungen zum Knüpfen eines Netzwerkes der involvierten Fachleute (Ärzte, Therapeuten etc..)  bzw. der notwendigen Therapien werden immer gegeben. Angehörige werden, soweit gewünscht, mit eingebunden.

Fahreignungsuntersuchungen und Beratungen, Hilfestellungen zum Wiedererlagen der Fahreigung stellten dabei ein ?Spezialgebiet? dar.

 

Hartung Neubauer

Neuropsychologe (GNP)  und Verhaltenstherapeut

Praxis Neubauer / 91438 Bad Windsheim

Regenerationspotential und Kaskadeneffekt

Die Therapie unterscheidet sich nach Regenerationspotential der Patienten. Das Regenerationspotential ist die Fähigkeit des Menschen sich zu erholen. Das Großhirn hat die besondere Fähigkeit ein Leben lang neue Verbindungen anzugehen, je nach Allgemeinzustand des Patienten. Ein Hirn kann nach einer Schädigung Funktionen wiedererlernen, auch noch nach Jahren. Voraussetzung ist, dass das richtige wiedererlernen gefördert wird.

Im Gegensatz dazu gibt es vor allem bei schweren Hirnverletzungen leider den Kaskadeneffekt. Durch die Verletzung einer bestimmten Stelle im Hirn, verlieren andere in Verbindung stehenden Zell-Netzwerken ihren Anschluss und damit ihrer Funktionen. Hierdurch kann ein Patient im (sub)akuten Stadium mehr Fähigkeiten haben als zu einem späteren Zeitpunkt.

Dieser nachhaltige Funktionsverlust hat nichts mit einer versäumten oder fehlgeschlagenen Therapie zu tun. Dies ist nur auf die Schwere der Verletzung zurück zu führen.

Der Kaskadeneffekt muss deshalb nicht zwangsläufig aufzutreten. Hier ist eine langfristige multi-modale Therapie notwendig um die Funktionen wieder herzustellen.

Eine durchgehende Therapie hilft auch dabei Fähigkeiten zu benutzen und zu erhalten.


Herr Kiens
www.kiens.de

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